Kühlschmierstoff und Haut: Das rät die Suva für die Werkstatt
Reizung, Ekzem, Allergie: Der Schaden kommt schleichend. Im schlimmsten Fall steht am Ende ein Berufswechsel.
Schmierstoffe weichen die Haut auf und belasten ihren natürlichen Schutz. Häufiges Händewaschen entfettet sie zusätzlich. Warnzeichen sind Juckreiz, trockene oder rissige Haut und Rötungen. Biozide und Spuren bearbeiteter Metalle können Allergien auslösen.
Im schlimmsten Fall spricht die Suva eine Nicht-Eignungs-Verfügung aus. Sie kommt einem Berufsverbot gleich.
Das Risiko besteht auch beim Anfassen nasser Werkstücke, beim Reinigen der Maschine und beim Abblasen. Dabei landen Spritzer auf Haut und Kleidung, Tröpfchen erreichen auch Personen in der Nähe.
Das hilft laut Suva: Hautkontakt vermeiden, mehrmals täglich Hautschutzcreme auftragen, schmutzige Lappen und Kleider sofort wechseln. Keine Sandseife, keine Bürste, nach der Arbeit Pflegecreme. Handschuhe und Creme stellt der Arbeitgeber.
Auch der Kühlschmierstoff braucht Kontrolle: Refraktometer und Teststreifen zeigen, ob er noch brauchbar ist.
Schau dir heute deine Hände an. Juckt oder reisst die Haut, sprich es im Betrieb an und lass es früh abklären.
Quellen
- Suva, Hautschutz beim Umgang mit Schmierstoffen
- Suva-Magazin, 15.07.2019
- Suva, Sicherheitsregeln CNC-Maschine, Plakat 33126