Was macht ein Polymechaniker?
Werkstücke, Werkzeuge, CNC-Maschinen, Montage und Unterhalt: der Beruf kurz erklärt, mit der vierjährigen Lehre und der Reform von 2026.
Ein Polymechaniker stellt Werkstücke und Werkzeuge her, programmiert CNC-Maschinen und montiert, installiert und wartet Anlagen. Die Lehre dauert 4 Jahre und endet mit dem EFZ.
Drei grosse Arbeitsbereiche
Der erste Bereich sind Projekte und Prototypen. Du analysierst Kundenaufträge, hilfst beim Erstellen der Fertigungsunterlagen am Computer, planst Material und Kosten, schreibst Offerten und baust und testest Prototypen.
Der zweite Bereich ist die Fertigung. Du wählst Werkzeuge aus oder stellst sie selber her, organisierst die Produktion, programmierst CNC-Maschinen und prüfst die Qualität der Teile.
Der dritte Bereich ist Montage und Unterhalt. Du liest Montagepläne, baust Maschinen zusammen, etwa durch Schweissen oder Schrauben, installierst sie beim Kunden und reparierst und wartest sie.
Wo du arbeitest
Du arbeitest in einem Betrieb der MEM-Industrie, also der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie. Stellen gibt es auch in der Chemie, der Lebensmittelindustrie, der Medizintechnik, der Luftfahrt und bei Liftherstellern. Meist arbeitest du allein oder in kleinen Teams, zu regelmässigen Zeiten, je nach Stelle auch in Schichten. Zur Schutzausrüstung gehören etwa Handschuhe und Schutzbrille.
So läuft die Lehre
Du bist 3 bis 4 Tage pro Woche im Betrieb und 1 bis 2 Tage in der Berufsfachschule. Dazu kommen überbetriebliche Kurse, die berufsberatung.ch mit 54 Tagen angibt. Es gibt auch eine Vollzeitschule. Voraussetzung ist die abgeschlossene obligatorische Schule. Bei sehr guten Schulleistungen ist die Berufsmatura möglich.
Was sich geändert hat
Der Beruf gehört zu den acht technischen Berufen der Reform Futuremem. Swissmem kündigte das Inkrafttreten für Anfang 2026 und die ersten Lernenden für Sommer 2026 an. Die Reform stärkt die Handlungskompetenzen und erleichtert den Wechsel zwischen den Berufen. Wenn du jetzt beginnst, frag deinen Lehrbetrieb nach dem aktuellen Bildungsplan.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Lehre als Polymechaniker?
Die Lehre dauert 4 Jahre und endet mit dem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis EFZ.
Welche Fähigkeiten braucht ein Polymechaniker?
Berufsberatung.ch nennt manuelles Geschick, technisches Verständnis, sorgfältiges und systematisches Arbeiten, räumliches Denken, Teamfähigkeit und eine hohe Lärmtoleranz.
Welche Weiterbildungen gibt es nach dem EFZ?
Möglich sind unter anderem Berufsprüfungen, höhere Fachprüfungen, höhere Fachschulen und ein Bachelor an einer Fachhochschule. Die Zulassung unterscheidet sich je nach Hochschule.