Book-to-Bill: Diese Zahl zeigt dir, ob das Auftragsbuch wächst
Bestellungen geteilt durch Umsatz. Liegt das Resultat über 1, füllt sich der Bestand. Drei Beispiele aus der Schweiz.
In Quartalsberichten stehen Bestellungen und Umsatz nebeneinander. Erst zusammen ergeben sie ein Bild. Die Kennzahl dafür heisst Book-to-Bill.
Die Rechnung ist einfach: Auftragseingang geteilt durch Umsatz im gleichen Zeitraum. 120 Millionen Aufträge bei 100 Millionen Umsatz ergeben 1,2.
Über 1 kommen mehr Aufträge herein, als abgerechnet werden, und der Bestand wächst. Unter 1 schrumpft er. Verbreitet ist die Kennzahl dort, wo zwischen Bestellung und Lieferung Zeit vergeht, etwa im Maschinen- und Anlagenbau.
Drei aktuelle Beispiele, von uns gerechnet: Bystronic kommt nach neun Monaten auf rund 1,10 (527,4 zu 481,3 Millionen Franken). Rieter liegt bei rund 1,06 (951,4 zu 898,6 Millionen). Komax erreichte im ersten Halbjahr rund 1,14 (311,4 zu 272,4 Millionen).
Zwei Grenzen gibt es: Eine einzelne Periode sagt wenig, der Trend zählt. Und die Zahl fasst alle Geschäfte zusammen, eine schwache Sparte kann dahinter verschwinden.
Rechne das für deinen Betrieb aus, Monat für Monat. So siehst du früh, ob dein Bestand wächst oder schrumpft.
Quellen
- Welt der BWL, Book-to-Bill-Ratio
- AccountingTools, Book-to-bill ratio
- Bystronic, Ad-hoc-Mitteilung via boerse-online.de, 22.10.2026
- Rieter, Investor Update, 28.10.2026
- cash.ch, Komax, 13.08.2026